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Offizieller Festakt

Ihr 25-jährige Bestehen hat das Jugendblasorchester mit einem mitreißenden Auftritt zum Tag der Regionen in Hecklingen gefeiert.

Auszeichnungen JBO 25 JahreKonzert 25 Jahre JBO

Staßfurt/Hecklingen l Das Jugendblasorchester (JBO) hat seinen Festakt am Wochenende im Hotel „Stadt Bernburg“ in Hecklingen begangen. Zu Gast waren neben Offiziellen wie Oberbürgermeister Sven Wagner auch sechs ehemalige Musiker des JBO. Darüber freute sich Kai Fuchs, Kassenwart des Vereins, besonders: „Wir haben nicht einmal miteinander geübt. Es bleibt eine Überraschung, was heute Abend passiert.“

Was passierte, war dann doch musikalisch einwandfrei. Das Orchester gab einige Ständchen - sinfonische Blasmusik, Popklassiker von Udo Jürgens und als Klassiker den „Steigermarsch“. Peter Roskoden (22), der an diesem Tag auch sein fünfjähriges Jubiläum als Dirigent feierte, hat das JBO so sehr geprägt, dass er nun auch beruflich in Richtung Musik geht. Vor 13 Jahren an der Tuba beim JBO angefangen, studiert er heute Musikwissenschaften in Leipzig. „Es ist manchmal nicht einfach. Während ich früher mit in den Reihen saß, stehe ich jetzt als Dirigent vorne. Aber daher kann ich mich auch umso besser in meine Leute hineinversetzen“, sagte er der Volksstimme.

Vereinsvorsitzende Angela Roskoden fasste die 25 Jahre so zusammen: „Es gab Höhen und Tiefen, aber alles in allem können wir zufrieden sein.“ Kai Fuchs würdigte die vielen Helfer und Unterstützer rund um die Musiker: „Ohne ihr Engagement wäre unser großer Erfolg nie möglich gewesen.“ Dass das JBO heute noch existiere, wo es Vereine wegen mangelnder „Man power“ nicht leicht haben, sei ein Zeichen dafür, dass die Veränderungen des Orchesters mit der Zeit der richtige Schritt gewesen sei.

Ein wichtiger Partner für das JBO ist der Staßfurter Bergmannsverein. Gerald Meyer lobte das Orchester als Bewahrer der bergmännischen Tradition und Botschafter für die gemeinsame Heimat. Der „Steigermarsch“ in der Interpretation des JBO sei heute die „Hymne der Stadt Staßfurt“, bei der das Publikum immer aufstehe und textsicher mitsinge, freute sich Gerald Meyer.

Jeden Freitagabend probt das JBO im Salzlandtheater mit Peter Roskoden, der übrigens noch einen zweiten Dirigenten und musikalischen Leiter als Unterstützung sucht. Und wenn man gerade mal beim Thema ist: „Wir suchen zur Zeit auch dringend Trompeter“, sagte Angela Roskoden der Volksstimme, „und generell sind bei uns immer neue Gesichter willkommen.“ Zwar hat der Verein 80 Mitglieder und rund 55 aktive Musiker, aber durch Schichtarbeit und weiteres sind eben immer mal einige verhindert.

Das beliebte Weihnachtskonzert des JBO im Salzlandtheater an diesem Sonnabend ist übrigens ausverkauft. Zum Ersatz laden die Musiker dafür am 10. Dezember ab 15 Uhr in die Löderburger Kirche ein.

Mit einer Neuigkeit kam Kai Fuchs dann auch noch um die Ecke: Am 16. Januar ist ein Fernsehteam vom MDR mit dem JBO in Staßfurt unterwegs, um vor laufender Kamera bei Sponsoren Klingeln zu putzen. „Das Fernsehen möchte uns zu einem neuen Transporter für unsere Instrumente verhelfen. Unseren alten VW-Bus mussten wir abschaffen, jetzt müssen wir jedes Mal ein Fahrzeug mieten“, so Kai Fuchs. Er ruft interessierte Firmen und Sponsoren offiziell auf, beim Drehtermin als spontan überraschte und wohlgesonnene Sponsoren aufzutreten.

Kontakt: (0176) 24 65 00 83

verfasst von Franziska Richter (Volksstimme Staßfurt)
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